Die Hochlandrinder vom Strassmayr - Grias di Bauer

Die Hochlandrinder vom Strassmayr

Die Hochlandrinder vom Strassmayr

Hochlandrinder sind aufgrund Ihres guten Fleisches und der einfachen und genügsamen Haltung sehr bekannt und auch gefragt. Allerdings sieht man kaum solch ein gezotteltes Rindvieh bei uns in Oberösterreich. So ist es für uns noch viel faszinierender aus erster Hand von diesen Tieren zu erfahren und diese auch zu sehen. Wir haben das Interview mit Herrn Kern hier kurz für euch zusammengefasst und ich bin mir sicher, dass auch ihr es so spannend finden werdet wie wir.

Interview

Melanie: Ihr Hof wird nun seid drei Generationen mit Ausschank bewirtschaftet. Wie kamen Sie auf die Idee Hochlandrinder zu halten?

Hr. Kern: Mein Vater wollte schon lange solche Viecher haben. *lacht* Vor etwa 20 Jahren hat er sich diese Idee in den Kopf gesetzt und zu einem runden Geburtstag wurde Ihm dieser Wunsch dann erfüllt.

Melanie: Also war es nicht mal Ihre Idee, interessant. Wie viele Tiere hatten Sie zu diesem Zeitpunkt?

Hr. Kern: Es waren zwei Kälber. Weibchen. So konnten Sie sich nicht vermehren. Aber da unser Interesse an den Tieren gewachsen ist, liehen wir uns von einem Bekannten einen Stier zum Decken aus. Die Befruchtung glückte, wir hatten wieder Kälber. Es war wirklich ein Kinderspiel. Später kauften wir uns selbst einen Stier und kommen so heute auf 13 Stück Hochlandrinder. Übrigens: eines der Kälber haben wir noch heute. Mittlerweile ist sie schon eine alte Dame von 10 Jahren.

Melanie: 13 Stück? Das sind ja im Vergleich mit anderen Rindviehern nicht sehr viele. Erzählen Sie uns doch etwas über die Haltung.

Hr. Kern: Die Tiere sind sehr genügsam, liegt vermutlich auch daran, dass sie kälteres Klima gewöhnt sind. So sind sie sowohl im Winter, als auch im Sommer ständig im Freien. Die Weide ist sehr großzügig und bietet dank der vielen Bäume Schatten, welcher speziell im Sommer sehr wichtig ist. Tagsüber liegen sie jetzt meistens unter diesen und abends kommen einige gerne hier nach vorne zu unseren Gästen. *deutet auf Zäune neben der Laube* Das ist für viele wirklich ein Highlight ihres Besuches bei uns.

Melanie: Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Rinder sind ja wirklich sehr beachtlich.
Stall benötigen die Hochlandrinder keinen? Und wie siehts mit Futter aus?

Hr. Kern: Eigentlich würden die Tiere keinen Stall benötigen. Sie sind ja sehr genügsam. Ich stelle ihnen dennoch eine Hütte zur Verfügung, damit sie ständig Schatten und Ruhe finden können. Gefüttert werden sie mit ganz viel Brot und zusätzlich gibt’s auch noch Silo. Wasser stelle ich Ihnen ununterbrochen im Stall zur Verfügung.

Melanie: Na da sind sie ja bestens versorgt. *schmunzelt* Das Fleisch verkauft sich sehr gut ab Hof habe ich gehört. Wie sehren deine weiteren Pläne mit den Hochlandrindern aus?

Hr. Kern: Ja das stimmt. Wenn man nicht vorbestellt, hat man das Pech gehabt. Mein Plan wäre es die Zucht auszubauen. In Zukunft hätte ich im Schnitt gerne 10 Kühe und einen Stier, der für den Nachwuchs sorgt. So kämen wir schnell auf etwa 30 Viecher. Im Jahr könnte man dann etwa 5 oder 6 Tiere schlachten und auch verkaufen. Die Nachfrage ist ja vorhanden. Und ich müsste Ihnen dann vermutlich mal einen richtigen Stall bauen. *lacht*

Melanie: Das hört sich nach einem sehr ambitionierten Plan an. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Und ich darf Ihnen stellvertretend fürs Team viel Glück für Ihren Plan wünschen.

Hr. Kern: Danke, es war mir eine Freude.

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